Enterprise Mobility: Was wir 2018 zu erwarten haben

Enterprise Mobility: Was wir 2018 zu erwarten haben
January 11, 2018 Gergely Janas

2018 wird für Unternehmen in allen Mobilisierungsphasen aufgrund einiger Bedrohungen (z. B. Datenverlust) eine Herausforderung darstellen, aber dank ungeahnter neuer mobiler Funktionen auch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnen. Hier stellen wir ein paar Szenarien für 2018 vor.

2018

 

KI und AR: mobilen Grenzen weiter ausdehnen

Die zunehmende Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI) haben sich auch auf die Unternehmensmobilität ausgewirkt: bis in die Sphäre des einzelnen Arbeitsplatzes hinein. Die KI verfügt über Möglichkeiten, in Basisszenarien Entscheidungen vorauszusehen und hat sich als wichtige Ergänzung im Arsenal effizienzsteigernder Maßnahmen erwiesen. Und einige Experten meinen, dass die KI 2022 in allen erdenklichen Bereichen zum Einsatz kommen wird.  

Vor dem Hintergrund, dass Unternehmen immer stärker unter Druck stehen, all ihre Datenbestände zu nutzen, wird die KI 2018 dank ihrer Analysefähigkeiten weiter an Bedeutung gewinnen. Das Internet der Dinge (Internet of Things oder auch IoT) erhöht den Druck, was die Datensituation angeht. Die KI hilft, Geschäftsvorgänge zu vereinfachen und erweist sich somit als weiteres hervorragendes Tool, um Kosten einzusparen. Zugleich werden Netzwerke durch 5G gestärkt, so dass sie in kürzester Zeit Analysen und Einblicke bereitstellen können.

Noch aber ist nicht klar, welche Auswirkungen die erweiterte Realität (AR) 2018 auf Unternehmen haben wird. Es gibt bereits einige offensichtliche Anwendungsmöglichkeiten in der Versorgungswirtschaft oder im Einzelhandel, und softwareseitig ist dieses Feld bereits gut abgedeckt. Wo es aber eindeutig noch Nachholbedarf gibt: beim Headset, der es Unternehmen ermöglichen würde, AR auch wirklich praktikabel einzusetzen (selbstverständlich arbeiten Apple und andere schon auf Hochtouren an der Lösung dieses Problems).

Auf der anderen Seite entwickelt sich aber auch das Nutzererlebnis auf unterschiedliche Weisen weiter. Mobilität hat den bedeutsamsten Einfluss überhaupt, der z. B. bewirkt, dass sich Unternehmens-Websites transformieren und dabei Mobilformate und fortschrittliche Webanwendungen immer mehr Priorität gewinnen. In sämtlichen Schnittstellen sind Sprach- und Chatoptionen gar nicht mehr wegzudenken – sie vereinfachen Arbeitsabläufe und Teamzusammenarbeit und erhöhen dadurch allgemein die Effizienz.

 

Cloud- und standortbasierte Dienste

Im Zeitalter allumfassender Konnektivität ist die Bereitstellung standortbasierter Dienste einer der vielversprechendsten Entwicklungsbereiche. Für die Enterprise Mobility bedeutet dies, dass man Mitarbeiter überall und jederzeit verfolgen bzw. begleiten und unterstützen kann. Wann auch immer ein Problem auftaucht, können Büromitarbeiter ihren Außendienstmitarbeitern zur Seite stehen – man denke nur an den Einsatz von Karten, Entwurfszeichnungen, Anweisungen, Kundendaten. Alle Mitarbeiter können Zeit sparen, indem sie Fotos mit Geo-Tags und Navigation in Innenumgebungen verwenden, um Produkte in Läden oder Servicestationen anzusteuern, um gängige Beispiele zu nennen.

Auf ähnliche Weise lassen sich Kunden ausgewählte Informationen bereitstellen, so dass diese z. B. sehen können, ob der Wartungsdienst unterwegs zu ihnen ist oder ein Verkaufsmitarbeiter für einen Anruf zur Verfügung steht. In bestimmten Gebieten ansässigen Kunden können spezifische Werbekampagnen gezeigt, besondere Vorteile oder Rabatte angeboten werden.

Cloud-Dienste sind ebenfalls auf dem Vormarsch und sind erfolgreicher denn je. Dies ist zurückzuführen auf die erheblichen Preissenkungen und die stetig wachsende Popularität von BYOD (Bring Your Own Device) – immer mehr Smartphones sind an Arbeitsplätzen im Einsatz. Doch Unternehmen realisieren immer mehr, dass nicht wirklich jeder Datentyp in die Cloud sollte, und so wird damit zu rechnen sein, dass aus Sicherheitsgründen die lokale Speicherung die dauerhafte Lösung für die meisten geschäftskritischen Informationen sein wird.

 

Sicherheitsrisiken in 2018

Neue Geräte, neue Betriebssysteme, neue Konsumenten(-Apps) stellen alle eine Bedrohung für Arbeitsplätze dar, die sich (wieder) zunehmend auf BYOD verlassen. Sicherheitsexperten warnen, dass der Zugriff auf Unternehmensdaten durch unzureichend geschützten Verbrauchergeräte und -anwendungen dieses Jahr eine der größten Herausforderungen für IT-Abteilungen darstellen wird.

Auch durch die KI kann Abhilfe geschaffen werden, denn sie ist in der Lage, frühzeitig Missbrauch und Zeichen von Datenlecks zu erkennen. Die Schutzmaßnahmen müssen so eingerichtet sein, dass Datenlecks verhindert werden, z. B. durch Scannen neuer Apps nach solchen Anzeichen bzw. Eigenschaften. Aber manchmal genügt auch dies nicht, z. B. in Phishing-Szenarien oder bei anderen ausgeklügelten und trickreichen Hackermethoden. Um gegen solche geschützt zu sein, sollten Mitarbeiter ausreichend geschult werden.

Überraschenderweise ist Ransomware keine sehr häufige Form der Bedrohung mehr – die meisten der Sicherheitsverletzungen durch Ransomware betreffen vielmehr Desktops. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass App-Stores sich darum kümmern, neue Anwendungen auf Ransomware hin zu scannen. Zudem enthalten Unternehmens-Apps offensichtlich keine Malware – und über diesen Weg wird Software in der Regel ja bezogen. Es ist für Hacker einfacher, bösartigen Code auf Desktops einzuschleusen, dort zu verstecken und erheblichen Schaden anzurichten.

All dies bedeutet aber nicht, dass Unternehmen nicht auf der Hut sein sollten und sich in Sicherheit wiegen, was Ransomware auf Mobilgeräten angeht. Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Malware (besonders von Ransomware) ist damit zu rechnen, dass sie weiterhin eine ernstzunehmende Bedrohung sein wird, besonders sobald einmal eine wirksame Methode gefunden ist, sie auf Mobilgeräten zu installieren.

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