Wie steht es wirklich um Innovation in Finanzdienstleistungssektor?

Wie steht es wirklich um Innovation in Finanzdienstleistungssektor?
November 19, 2017 Krisztian Toth
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In den Technologien für Finanzdienstleistungen zeichnen sich Entwicklungen ab, die nicht mehr zu ignorieren sind. Daraus ergeben sich Tausende neuer Fragen, was die Formen von Innovation angeht, die Arten ihrer Umsetzung, aber auch die Bedrohungen, die durch sie entstehen mögen. Wie haben einige kürzlich veröffentlichte Artikel zusammengefasst, die wertvolle Antworten auf diese Fragen geben können. Lesen Sie diese und machen sich selbst ein Bild: Was ist von Fintech-Innovation wirklich zu erwarten?

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Vier Wege, wie Technologie das Finanzwesen transformiert

„Einige Aufgaben, die zuvor mit Papiergeld, durch menschliche Interaktion und voluminöse Computersysteme erledigt wurden, laufen nun vollständig über digitale Schnittstellen ab.“

Lassen Sie sich nicht abschrecken von Akronymen, Abkürzungen und von Schlagworten: Dieser Artikel enthält alle wichtigen Informationen über die neuen technologischen Grundlagen für das Finanzwesen. Falls Sie bislang nicht wussten, wie das Internet der Dinge helfen kann, die Qualität von Versicherungsdienstleistungen zu verbessern, wie künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen das Kundenerlebnis optimieren können oder wie Blockchain Bearbeitungszeiten und Transaktionskosten verringern hilft – es wird langsam höchste Zeit.

 

Fintech und Banken: Wie kann der Bankensektor auf die drohende Störungen und Umbrüche reagieren?

2017 konnten nur 7 % der Kreditprodukte von Banken vollständig digital umgesetzt werden.“

Fintech ist ein Faktor, den herkömmliche Finanzdienstleister in Betracht ziehen müssen. Für einige stellt Fintech eine Bedrohung dar, für andere eröffnen sich neue Gelegenheiten und attraktive, potenzielle Vertriebskanäle. Toptal hat einen umfangreichen Artikel über mögliche Reaktionen von Banken auf Fintech veröffentlicht. Überraschenderweise wird die Herausforderung nicht darin bestehen, die auf Kunden ausgerichtete Front-End-Servicestruktur zu erneuern. Das ganze Potenzial besteht darin, das Back-End umzustrukturieren und durch Digitalisierung neue Prozessabläufe zu schaffen. Auch die Entflechtung von Dienstleistungen muss an dieser Stelle genannt werden.

 

Wie künstliche Intelligenz eine personalisierte Bankerfahrung bieten kann

„KI kann Banken helfen, ihren Kunden effizienter zur Seite zu stehen, indem sie ihnen Zugriff auf relevanten Informationen bietet.“

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen werden ohne Frage für Kosteneinsparungen und für neue Einnahmequellen in der Finanzdienstleistungsbranche sorgen. Zugleich ist absehbar, dass die persönliche Interaktion, die bisher bei Verkaufsaktivitäten im Finanzsektor gar nicht wegzudenken war, nach und nach verschwinden wird. Diese Lücke zwischen den beiden Trends zu schließen, wird die zentrale Aufgabe sein, um für Kundenbindung zu sorgen. Denn diese wünschen weiterhin, persönlich betreut zu werden. Eine oftmals übersehene, durch KI ermöglichte Verbesserung ist die Optimierung des Kundenerlebnisses durch echte, personalisierte Interaktion. So können beispielsweise Berater über Apps umgehende Beratung auf weniger typische Fragen geben. Der zeitaufwändige Umweg über Expertenteams erübrigt sich dann oftmals.

 

In der Finanzdienstleistungsbranche bedeutet Innovation weit mehr als Disruption und Störung

„Ist erstmal eine modernere und agilere IT-Infrastruktur geschaffen, können kleine Banken untersuchen, wie sie für Compliance sorgen und zugleich für ein besseres Kundenerlebnis sorgen – und all dies in einer kostengünstigeren Betriebsumgebung.“

Doch es gibt neben den Buzzwords bzw. Schlagworten zur künstlichen Intelligenz einige wirklich grundlegende Fragen, die, was die Zukunft der Finanzdienstleistungsbranche angeht, beantwortet werden müssen. Innovation ist, so Amir Wain, Gründer und CEO von i2C, nichts anderes als die Kommerzialisierung von Erfindungen. Mit anderen Worten: Wir müssen Ideen in kommerzielle Konzepte übersetzen. Und diese werden nur dann tragfähig sein, wenn kritische Kundenprobleme gelöst werden. Auf der anderen Seite kann Technologie eine Antwort auf schwere Beschwerden hinsichtlich Compliance-Problemen bieten, die die Innovationskraft drosseln. Oftmals kann Technologie selbst für eine kontinuierliche Compliance sorgen, und währenddessen konzentrieren Unternehmen sich auch auf die Entwicklung innovativerer Services.

 

Künstliche Intelligenz: die rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen

„Vorstände müssen sich tiefgreifende Fragen stellen, welche Kontroll- und Ausgleichsmaßnahmen in ihre neuen KI-gesteuerten Systeme integriert sind, und sie müssen sicherstellen, dass die Qualität der Managementinformationen angemessen ist.“

Künstliche Intelligenz bzw. KI stellt Versicherer an mehreren Fronten vor ein Problem: Ihre hervorragenden Möglichkeiten und ihr Zukunftspotenzial machen zunehmend umsichtigere rechtliche und regulatorische Verfahren notwendig, während zugleich technologischen Anforderungen entsprochen werden muss. Während in Richtlinien stets versucht wird, technologisch neutral zu sein, stößt man mit Rechtsvorschriften wie z. B. der IDD gewiss an Grenzen. Es wird immer stärker gefordert, dass die Vorteile größer sein müssen als die Risiken – all dies in einer Umgebung, die zunehmend auf innovative Services setzen muss.

 

Die Zukunft von RegTech: eine Branche mit Riesenpotenzial?

„Das RegTech-Koncept ist durch und durch innovativ, viele Finanzinstitute gehen an ihre Grenzen und nutzen RegTech als Bestandteil ihrer komplexeren Kollaborationen, um gesetzliche Auflagen zu erfüllen.“

Regulatorische Technologien, auch bekannt als RegTech, sind Neulinge im Markt an der Schnittstelle zwischen der Finanzdienstleistungsbranche und der Technologie. Sie haben in der Tat Bestandsrecht angesichts der immer strengeren Richtlinien und dem Digitalisierungstrend in allen Branchen. Die Implementierung von RegTech kann in solchen herkömmlich Ressourcen-intensiven Back-Office-Funktionen wie der Compliance für signifikante Kosteneinsparungen sorgen und die Effizienz erheblich steigern. Das einzige bestehende Problem ist das der fehlenden Balance in den Skillsets bzw. Fähigkeiten der RegTech-Unternehmen: Sie setzen momentan ihren Fokus stärker auf Technologie und haben weniger Erfahrungen mit Fragen der Compliance.

 

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