5+1 Millennials-Apps, die auch am Arbeitsplatz populär sind

5+1 Millennials-Apps, die auch am Arbeitsplatz populär sind
July 4, 2017 Krisztian Toth

Mit der steigenden Zahl an Millennials, die in der Arbeitswelt tätig sind, durch deren Liebe und Affinität zur Technologie, hat es große Veränderungen in den Workflows von Unternehmen gegeben. Diese jungen Leute, die in den Jahren zwischen 1980-2000 geboren wurden, sind mit 80 Millionen die größte Generation, die jemals in die Arbeitswelt eingetreten ist (gefolgt von Generation Z mit 23 Millionen am Ende des ersten Jahrzehnts).

Die richtige Wahl von Apps für die Arbeit kann junge Mitarbeiter ansprechen oder aber das Gegenteil bewirken, Talente anziehen oder abstoßen. Eine kürzlich veröffentliche Studie von Levo zeigt, dass diese Generation besonders die Frage der Produktivität umtreibt. Doch während 93 % der Umfrageteilnehmer angaben, die Produktivität sei ein wichtiger Faktor, wollten nur 62 % von sich behaupten, sie seien produktiv genug. Sie erwähnen Ablenkungen (33 %) und schlechtes Zeitmanagement (22 %) als Hauptgründe hierfür.

Zudem gibt es eine Kluft in der Nutzererfahrung zwischen Anwendungen für Konsumenten und für Unternehmen: Sie wird auch nicht überbrückt durch eine große Anzahl von Apps und Softwarepaketen, die Millennials am Arbeitsplatz nutzen, wenn sie alle langweilig und umständlich in der Handhabung sind. Diese jungen Mitarbeiter sind an UX von Uber, Tinder und Airbnb gewöhnt und haben kaum Geduld für Unternehmens-Apps, die hinterher hinken.

Heutige mobile Anwendungen müssen sowohl ansprechend als auch funktional sein. Sie müssen Echtzeit-Kollaboration und komplexe Workflows vereinfachen und konzentriertes Arbeiten sicherstellen.

Im Folgenden sind fünf Apps aufgeführt, die in Betracht zu ziehen sind, wenn Sie möchten, dass Ihre neuen Mitarbeiter auf höchstem Produktivitätsniveau arbeiten.

1. Slack

Art: Sofortnachrichten

Warum so populär bei Millennials? Diese Generation muss stets erreichbar und mit dem Internet verbunden sein, muss immer Inhalte teilen können und erwartet, sofort Rückmeldung zu ihren Aktivitäten zu erhalten. Diese App ist einfach in ihrer Anwendung und eignet sich für die Einarbeitungszeit wie auch zur täglichen Nutzung. Der einzigartige Satz an Emojis verleiht ihr einen besonderen Flair und ist sogar für Streiche am Arbeitsplatz gut. Slack hat derzeit täglich etwa 5 Millionen Nutzer, meistens in Technik-Startups und in Unternehmen mit sehr technikintensiver Arbeitskultur.

Warum ein so gutes Arbeitswerkzeug? Slack unterstützt Integrationen mit der Mehrheit anderer beliebter Cloud-Dienste der stets verbundenen Generation (siehe z. B. Trello als ein Beispiel in unserer Sammlung). Sofortnachrichten wirken sich als bevorzugte Form der Teamkommunikation positiv auf das gesamte Reaktionsvermögen des Unternehmens aus. Anders als bei Whatsapp erfolgt die Authentifizierung per E-Mail anstelle einer publik gemachten Telefonnummer. Also ist in Unternehmensumgebungen für mehr Sicherheit gesorgt.

Weitere Infos für die App-Entwicklung:

Noch schnellere Kommunikationsformen zwingen Unternehmen, Arbeits-Chats zuzulassen und alle Bedenken (meistens in Sachen Sicherheit) fahren zu lassen. Falls Sie sich dafür entscheiden, eine Chat-Funktion in Ihrem Unternehmen bereitzustellen oder einen Service Dritter zu integrieren, stellen Sie sicher, dass diese sowohl für jüngere als auch ältere Mitarbeiter attraktiv sind. Ein Nachteil von Slack kann es sein, dass diese App alle technisch versierten, jungen Mitarbeiter und frühe Anwender neuer Technologien überzeugt, aber ältere Generationen oder andere Nutzertypen eventuell abschreckt.

 

2. Dropbox

Art: Cloud-Datenspeicher und File-Sharing

Warum so populär? Für Millennials sind Cloud-Dienste Standard. Und Dropbox gehört schon lange dazu und ist aufgrund seiner einfachen Benutzeroberfläche und den nahtlos synchronisierbaren Funktionen besonders beliebt. Es ist das ideale Tool zur Kollaboration und daher für diese Generation so attraktiv. Dropbox begann zunächst als Service für Konsumenten, aber hat sich aufgrund der hohen allgemeinen Nachfrage und Beliebtheit auch als Unternehmensanwendung etabliert. Das heißt: Seine Nutzer wollten ihr persönliches Lieblingstool auch am Arbeitsplatz nutzen. Der Dienst hatte letztes Jahr 500 Millionen registrierte Nutzer. 31 % der Büromitarbeiter im Alter von 18-24 Jahre nutzen diesen Dienst, bei der Altersgruppe 25-31 sind es 24 %, verglichen mit 16 % des Gesamtdurchschnitts aller Büromitarbeiter.

Warum ein so gutes Arbeitswerkzeug? Beim Zusatzdienst Dropbox Business hat der Anbieter das Sicherheitsniveau angehoben und bietet mehr Administratoroptionen. Die bekannten Stärken von Dropbox – leichtes Teilen und vereinfachte Kollaboration – sind in der heutigen Arbeitswelt unumgänglich, egal wie technikaffin die Mitarbeiter insgesamt sind. Dropbox lässt sich außerdem in MS Office integrieren, was den Übergang vom alten zu neuartigen Workflows reibungsloser vonstatten gehen lässt.

Weitere Infos für die App-Entwicklung: Cloud-basiertes File-Sharing ist ein Muss für jede Unternehmens-App. Um allerdings ihr volles Potenzial auszuschöpfen, muss für eine einfache Kollaboration gesorgt sein und muss sie sich gut mit Back-Office-Datenbanken synchronisieren lassen.

 

3. Evernote

Art: Notizenerstellung und Produktivität

Warum so populär? Zur Notizenerstellung benötigten Sie bisher zwei Dinge: Papier und einen Schreibstift zur Hand. Doch Millennials wollen nicht alt aussehen. So zählt Evernote zur Zukunftsanwendung an Arbeitsplätzen: Sie macht herkömmliche schriftliche Notizen nutzbar wie auch jeden anderen Dokumententyp, den Sie sich vorstellen mögen. Außerdem lässt sich auf Evernote immer in derselben Form auf jedem Gerät zugreifen, auch außerhalb des Büros und unterwegs. Das ist bequem – und Millennials lieben Bequemheit. In fünf Jahren (bis 2016) ist die Nutzerbasis von Evernote von 34 auf 200 Millionen angewachsen.

Warum ein so gutes Arbeitswerkzeug?  Ideen zu skizzieren, die die Arbeit betreffen, und dies überall und jederzeit, kurbelt die Produktivität an. Das Werkzeug eignet sich perfekt, um in Meetings Notizen zu machen oder auch z. B. zwecks Rückerstattung, Belege und Rechnungen zu speichern. Zu den Bearbeitungsfunktionen gehören per Klick aktivierbare Kontrollkästchen, wodurch aus jedem Text eine To-Do-Liste werden kann.

Weitere Infos für die App-Entwicklung: Während sichergestellt werden muss, dass die Notizenerstellung von allen Apps unterstützt wird, sollte während der Entwicklung zugleich darauf geachtet werden, dass die Notizenerstellung ein nicht zu komplizierter Vorgang wird. Denn letzten Endes ist das Notizenmachen eine einfache Aktivität – und sie sollte es auch zukünftig bleiben.

 

4. Trello

Art: Projektmanagement

Warum so populär? Für die Millennial-Generation stellen sich viele zentrale Ereignisse des Lebens als Projekte dar: Hochzeiten, Jobbewerbungen, die Suche nach einem Eigenheim, die Organisation einer Party usw. Was sie alle gemeinsam haben, ist, dass diese „Projekte“ oft komplex sind und sich mit herkömmlichen Tools kaum bewältigen und kontrollieren lassen. Eine einfache und visuell ansprechende Benutzeroberfläche sorgt dafür, dass diese Aufgaben weniger abschreckend und viel machbarer erscheinen. Trello hat 19 Millionen registrierte Nutzer.

Warum ein so gutes Arbeitswerkzeug? Millennials lieben multifunktionale Apps, die privat UND bei der Arbeit einsetzbar sind. Trello verfügt über eine Menge Funktionen, die To-do-Listen ersetzen, und hilft, Projekte abteilungsübergreifend zu verwalten. Außerdem verleiht Trello auch sehr häufig sich ändernden Workflows eine Struktur. Nutzer können Trello mit anderen Nutzern anwenden bzw. teilen, wodurch Abläufe sehr transparent werden – auch dies ein Aspekt, den die neue Mitarbeitergeneration sehr zu schätzen weiß.

Weitere Infos für die App-Entwicklung: In heutigen Multitasking-Umgebungen wird immer häufiger darüber gesprochen und nachgedacht, wie der richtige Fokus gesetzt werden kann und welche die wirklich richtigen Methoden zum Multitasking sind. Offensichtlich führt Multitasking nicht zu einer derartigen Produktivitätssteigerung, wie dies durch Fokus und Konzentration gelingt. Mit einer klaren und übersichtlichen Benutzeroberfläche und einem klar definierten (oder bei Bedarf neu-definierten) Workflow sind Mitarbeiter in der Lage, sich einen Überblick zu verschaffen und ihre Aufgaben zu erledigen.

 

5. Toggl

Art: Zeiterfassung

Warum so populär? Zeiterfassung ist eine gelegentlich notwendige Aktivität, die mühsam und ärgerlich anmuten kann, doch mit Toggl wird sie zur einer attraktiven und einfachen Aufgabe. Toggl lässt sich in viele andere Dienste integrieren wie z. B. in Anwendungen für Tabellen, Projektmanagement oder Kalender, was es für Fans von miteinander verbundenen Diensten so populär macht.

Warum ein so gutes Arbeitswerkzeug? Es vollbringt wahre Wunder mit den gesammelten Daten: Die Berichtsfunktionen von Toggl zeigen, welch großes Zukunftspotenzial diese App in der Arbeitswelt hat. Es mag für manche ein gewisser Charme darin liegen, persönliche Aktivitäten zeitlich zu messen, für andere weniger. Doch der echte Wert wird in Unternehmensanwendungen liegen, da Toggl dadurch direkt Gewinne erzeugen lässt: Besonders in kleineren Teams, bei denen keine HR-Abteilungen die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter überwacht, aber dennoch festgestellt werden muss, ob alle ihr Zeit richtig nutzen.

Weitere Infos für die App-Entwicklung: Apps, die über verschiedene Plattformen hinweg einsetzbar sind, sind immer Publikumslieblinge. Und intelligente Berichtsfunktionen erwärmen die Herzen der Führungskräfte.

 

+1 Workable

Art: HR/Mitarbeiterrekrutierung

Warum so populär? Diese Anwendung verfügt über viele Funktionen, die Millennials sehr wertschätzen: Sie hat eine ansprechende, klare Oberfläche, speichert alle Kandidateninfos an einem Ort und macht es für Rekrutierer einfach, Jobanzeigen zu veröffentlichen und nachzuverfolgen. Junge Arbeitnehmer erwarten, dass die eingesetzte Technologie auf dem allerneuesten Stand ist, auch in der Personalabteilung. Auch junge Mitarbeiter in der Personalabteilung mögen es, genau so sie wie ihre potenziellen Kandidaten für die zu besetzenden Stellen, auf alle notwendigen Informationen einer Anwendung von überall aus zugreifen zu können. So lässt sich mit minimalem Aufwand eine Jobanzeige auf verschiedenen Website gleichzeitig veröffentlichen. Workable hat außerdem einen sozialen Aspekt, da das Personalteam Details und Themen rund um die Arbeitsstellen diskutieren kann.

Warum ein so gutes Arbeitswerkzeug? Unternehmen müssen auf dem Stand sein, auf dem auch ihre Nutzer sind. Und in diesem Sinne müssen auch HR-Experten auf dem Stand sein, auf dem ihre Kandidaten sind – und das gilt insbesondere für ihre Mobilität. Eine attraktive, gut durchdachte HR-Technologie sendet beiden Parteien die Botschaft, dass sie es mit einem modernen Arbeitsplatz zu tun haben, der sich um sie während des Bewerbungsverfahrens kümmert.

Weitere Infos für die App-Entwicklung: Auch wenn diese Anwendung hauptsächlich von Mitarbeitern eines Unternehmens genutzt wird, dürfen dabei nicht die Erwartungen der Kunden aus dem Auge verloren gehen. Denken Sie an Ihre zukünftige App aus Perspektive Ihrer Kunden: In welchem Moment sind sie in den Workflow involviert, der durch die App abgedeckt wird? Werden sie direkt durch die App angesprochen und aktiv eingebunden, z. B. bei der Teilnahme an einer Umfrage, bei der Überprüfung von Daten oder beim Schauen einer Präsentation? Oder werden Kunden lediglich dann gute oder wenige gute Eindrücke von der App gewinnen, wenn Mitarbeiter sie nutzen und mit ihr interagieren? Egal was die Antwort ist, denken Sie darüber nach, wie Sie die App für beide Seiten positiv gestalten.

 

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